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Überraschender Haarwuchs dank Rheuma-Medikament

Patient mit akuter Alopecia areata und starker Schuppenflechte wird dank dem Rheumatoiden Arthritis Medikament Tofacitinib beinahe komplett geheilt.

Tofacitinib gehört der Gruppe der JAK-Inhibitoren an, die bei Autoimmunerkrankungen, wie unter anderem Rheuma, zum Einsatz kommen. Der Wirkstoff, der für die Rheuma-Therapie im Jahre 2012 in den USA zugelassen wurde, wurde von der Europäischen Arzneimittel-Agentur im April des vergangenen Jahres für den Einsatz in Europa abgelehnt, da die erhöhte Bildung von Lymphomen als Nebenwirkung als nicht tragbar galt.

Patient mit akuter Alopecia areata und starker Schuppenflechte wird dank dem Rheumatoiden Arthritis Medikament Tofacitinib beinahe komplett geheilt.

Tofacitinib gehört der Gruppe der JAK-Inhibitoren an, die bei Autoimmunerkrankungen, wie unter anderem Rheuma, zum Einsatz kommen. Der Wirkstoff, der für die Rheuma-Therapie im Jahre 2012 in den USA zugelassen wurde, wurde von der Europäischen Arzneimittel-Agentur im April des vergangenen Jahres für den Einsatz in Europa abgelehnt, da die erhöhte Bildung von Lymphomen als Nebenwirkung als nicht tragbar galt.

Ärzte der Yale University School of Medicine konnten mit Tofacitinib eine überraschende Wirkung bei einem 25 Jahre alten Mann erreichen, der seit seinem 18. Lebensjahr an einem kompletten Haarverlust inklusive Schuppenflechte auf der Schädeldecke litt.
Aufgrund der sich stets ausbreitenden Psoriasis des Patienten, die sich durch keine herkömmlichen Medikamente behandeln ließ und einer Tierstudie, bei jener positive Ergebnisse durch Tofacitinib bezüglich des Haarverlustes dokumentiert werden konnten, entschieden sich die behandelnden Dermatologen für das Arzneimittel, jenes des Öfteren off-label bei Schuppenflecht-Patienten verabreicht wird.
Der junge Mann erhielt demnach vorerst eine Tagesdosis von 10mg Tofacitinib, die sich auf zwei Rationen aufteilte, jene bereits nach 8 Wochen die ersten Ergebnisse zeigte. Die Psoriasis auf der Schädeldecke ging zum einem stückweise zurück und zum anderen begannen Haare vereinzelnd zu wachsen.
Infolge der Resultate von Zwischenuntersuchen, die keinerlei Nebenwirkungen aufzeigten und den bisherigen Erfolgen, wurde die Dosis die der Patient am Morgen einnahm, von 5mg auf 10mg erhöht. 8 Monate nach Behandlungsbeginn hatte sich der junge Patient vollständig von dem Ganzkörper-Haarausfall erholt. Ihm wuchsen demnach am Kopf, unter den Achseln und dem Schambereich wieder Haare. Auch die Wimpern und Augenbrauen wuchsen wieder. Der Haarwuchs an den Beinen und Armen blieb aus, was aufgrund der Tatsache, dass es dem Patienten dort auch vor Krankheitsbeginn an gesundem Haarwuchs mangelte, nicht verwunderlich war. Die Schuppenflechte konnte zwar stark reduziert, aber nicht 100% geheilt werden.

Weitere Untersuchungen müssen nun jedoch zeigen, ob der Patient noch mit Nebenwirkungen zu rechnen hat, da diese erfahrungsgemäß erst später auftreten, selbst wenn während der Behandlung keinerlei Auffälligkeiten ermittelt werden konnten.

Da Tofacitinib jedoch auch in einer neuen, durch den Hersteller durchgeführten Studie namens ORAL Start-Studie, mit der Bildung von Malignomen verbunden war, wird das Rhema-Medikament ausschließlich in schwerwiegenden Fällen in die engere Wahl der zu verabreichenden Medikamente bei Alopecia areata einbezogen.

Veröffentlicht wurde der Fall des jungen Mannes in dem Journal of Investigative Dermatology.