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Training des Sprachvermögens des Kindes bereits im Mutterleib

In den letzten Jahren nahm die Zahl der Menschen, die an Sprachstörungen leiden, vermehrt zu - so leiden laut dem Ärztereport 2012 der Barma GEK rund eine Million Kinder zwischen dem ersten und 14. Lebensjahr pro Jahr an Sprachstörungen.
Um Erklärungen und Lösungsansätze für dieses Problem zu finden, haben finnische Ärzte nun eine Untersuchung diesbezüglich gestartet.

In den letzten Jahren nahm die Zahl der Menschen, die an Sprachstörungen leiden, vermehrt zu - so leiden laut dem Ärztereport 2012 der Barma GEK rund eine Million Kinder zwischen dem ersten und 14. Lebensjahr pro Jahr an Sprachstörungen.
Um Erklärungen und Lösungsansätze für dieses Problem zu finden, haben finnische Ärzte nun eine Untersuchung diesbezüglich gestartet.

Da die Forscher aus Finnland vermuteten, dass Ungeborene bereits im Mutterleib Geräusche erlernen können, konzentrierten sie sich bei ihrer Studie auf die Untersuchungen von 30 schwangeren Frauen.
Die werdenden Mütter, die sie in zwei Gruppen einteilten, begleiteten sie ab der 29. Schwangerschaftswoche bis kurz nach der Entbindung des Kindes. Während die erste Gruppe ihren Ungeborenen fünfmal pro Woche für einen Zeitraum von 15 Minuten eine spezielle Lautfolge („tatata“) vorspielte und ein Buch über Auffälligkeiten des Kindes führte, diente die zweite Gruppe lediglich als Kontroll-Gruppe.
Nach der Geburt der Kinder überwachten die Wissenschaftler die Hirnaktivität der Säuglinge beider Gruppen und verglichen die jeweiligen Reaktionen auf die spezielle Lautfolge. Reagierte ein Kind im besonderen Maße auf die Lautfolge, konnte dies an Veränderung der Hirnaktivität festgestellt werden.
Nach einer ausgiebigen Analyse verwiesen die Forscher darauf, dass ein Anstieg der Hirnaktivität auf ein besser ausgeprägtes Nervensystem hinweist, was vor allem bei den Neugeborenen der Gruppe 1 zu verzeichnen war.

Aufgrund dieser Schlussfolgerung sind die finnischen Forscher der Meinung, dass es vorteilhaft sei, Ungeborenen regelmäßig die Sprache durch Lieder, Gedichte oder Geschichten nahe zu bringen, da mit dieser Methode das Nervensystem der Kinder auf Klänge vorbereitet und das Erlernen der Sprache erleichtert wird. Somit können Sprachfehler, als auch Lese-Rechtschreib-Schwächen eventuell vorgebeugt werden.

Publiziert wurde die detaillierte Studie in dem Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“.