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Testosteron als Therapie bei Männern mit MS?

Laut einer amerikanischen Pilot-Studie soll Testosteron den Hirnverfall bei Männern die an Multipler Sklerose leiden aufhalten und die Reproduktion fördern.

Nach Hinweisen in einer sechs Jahre alten Pilot-Studie, dass eine Verabreichung von 100mg Testosteron pro Tag an Männer, die an Multipler Sklerose leiden, sich unter anderem positiv auf das Hirnvolumen auswirken soll, führte Dr. Florian Kurth, von der University of Carolina Los Angeles zusammen mit einem Forscherteam eine weitere Pilot-Studie durch, um diesen Anzeichen nachzugehen.

Laut einer amerikanischen Pilot-Studie soll Testosteron den Hirnverfall bei Männern die an Multipler Sklerose leiden aufhalten und die Reproduktion fördern.

Nach Hinweisen in einer sechs Jahre alten Pilot-Studie, dass eine Verabreichung von 100mg Testosteron pro Tag an Männer, die an Multipler Sklerose leiden, sich unter anderem positiv auf das Hirnvolumen auswirken soll, führte Dr. Florian Kurth, von der University of Carolina Los Angeles zusammen mit einem Forscherteam eine weitere Pilot-Studie durch, um diesen Anzeichen nachzugehen.
Hierzu nahmen 10 Männer im Alter von 29 bis 61 Jahren mit schubförmiger Multipler Sklerose an der Studie teil, die sich über einen Zeitraum von 18 Monaten erstrecken sollte.
Zu Beginn und jeweils nach 6 Monaten wurden die Teilnehmer mittels einer T1-gewichteten MRT-Morphometrie untersucht, um den Ausgangspunkt und anschließende Veränderungen des Volumens von der grauen Hirnsubstanz zu messen.
Während des ersten halbes Jahres, in jenem die Männer ausschließlich beobachtet wurden, musste ein deutlicher Rückgang der grauen Substanz registriert werden. Im Anschluss erhielten sie für die Restzeit von 12 Monaten eine tägliche Dosis Testosteron von 100mg.
Eine umfangreiche Untersuchung am Ende der Studie ergab, dass die zu beobachtende Abnahme innerhalb der ersten sechs Monate ab Beginn der Testosterontherapie langsam aufgehalten und gestoppt werden konnte. Es ließ sich sogar eine Zunahme der grauen Substanz vermerken. Dies war vor allem im rechten Gyrus frontalis medius sehr deutlich.
Kurth merkt jedoch an, dass kein Einfluss auf das Volumen der Läsionen und auf die Entstehung neuer Läsionen genommen wurde. Zudem sei die Therapie mit Risiken belastet, so zB. das Erleiden eines Herzinfarktes.

Die Effektivität und die Risikoeinschätzung muss anhand größerer Studien untersucht werden, bevor sie zum Einsatz kommen kann.

Vorgestellt wurden die Ergebnisse der Pilot-Studie auf dem Kongress der Society for Neurosience in den USA.