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Südafrika : die Heimat von 67% aller weltweit mit HIV infizierten Menschen

In Südafrika leben 67 % aller HIV-Infizierten, obwohl dort nur 13 % der Weltbevölkerung leben. Vergleicht man die Zahlen mit Asien, wo 61 % der Weltbevölkerung leben, aber prozentual entsprechend weniger der HIV-Infizierten, wird deutlich wie groß das Problem der Verbreitung südlich der Sahara ist.

Es stellt  sich folglich die Frage : Wieso?

Besonders Mädchen und Frauen sind unverhältnismäßig Stark von dem Virus betroffen. Die Gründe dafür, sind kein Geheimnis.
Frauen in Südafrika, deren Leben nicht viel Wert zugesprochen wird, sind meist Stärker von der Armut betroffen und erhalten weniger Bildung als die Männer und geraten daher in die Abhängigkeit, die ihnen keinerlei Mitspracherechte ermöglicht, besonders nicht bei der sexuellen Aktivität. So wird alle 17 Minuten in Südafrika ein Mädchen/eine Frau vergewaltigt. 40 % der Mädchen gaben bei einer Umfrage an, dass ihr erstes sexuelles Erlebnis erzwungen war. Würde man die Zahl der Dunkelziffer bei dieser Frage hinzurechnen, wäre die Prozentzahl gewiss um einiges höher.

In Südafrika leben 67 % aller HIV-Infizierten, obwohl dort nur 13 % der Weltbevölkerung leben. Vergleicht man die Zahlen mit Asien, wo 61 % der Weltbevölkerung leben, aber prozentual entsprechend weniger der HIV-Infizierten, wird deutlich wie groß das Problem der Verbreitung südlich der Sahara ist.

Es stellt  sich folglich die Frage : Wieso?

Besonders Mädchen und Frauen sind unverhältnismäßig Stark von dem Virus betroffen. Die Gründe dafür, sind kein Geheimnis.
Frauen in Südafrika, deren Leben nicht viel Wert zugesprochen wird, sind meist Stärker von der Armut betroffen und erhalten weniger Bildung als die Männer und geraten daher in die Abhängigkeit, die ihnen keinerlei Mitspracherechte ermöglicht, besonders nicht bei der sexuellen Aktivität. So wird alle 17 Minuten in Südafrika ein Mädchen/eine Frau vergewaltigt. 40 % der Mädchen gaben bei einer Umfrage an, dass ihr erstes sexuelles Erlebnis erzwungen war. Würde man die Zahl der Dunkelziffer bei dieser Frage hinzurechnen, wäre die Prozentzahl gewiss um einiges höher.

Die im März 2013 bekanntgegebenen Daten, die der Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi verkündete, besagen, dass fast ein Drittel (28%) aller Schulmädchen aus Südafrika an dem HI-Virus erkrankt sind, aber nur 4 % der Jungen.
94.000 junge Mädchen wurden im Jahr 2011 geschwängert, geschätzte weitere 77.000 hätten abgetrieben. Auch daran trägt die häusliche Gewalt, die Abhängigkeit und vor allem auch die weit verbreitete Prostitution schon junger Mädchen die Schuld. Lassen sich diese nämlich aus Not für sexuelle Dienste von deutlich älteren Männern bezahlen.
Somit unterscheiden sich sowohl die Übertragungswege, als auch die Betroffenen deutlich von denen, aus Nordamerika oder Europa, denn zu 50 % infizieren sich die Menschen durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr. 16 – 30 % sind Kinder, die durch ihre Mütter angesteckt werden und 5 – 10 % stecken sich durch Bluttransfusionen an.
60.000 Babys, die durch ihre Mütter angesteckt werden, sterben jährlich frühzeitig an der Krankheit, da ihr Immunsystem dem Virus unterliegt. 60 % der Mütter, die mit HIV infiziert sind sterben, bevor ihr Kind 2 Jahre alt wird, weswegen es circa 14 Millionen Aids-Waisen in Südafrika gibt.

Weitere Gründe für die verheerende Verbreitung sind bei der Politik, der Religion und den daraus folgenden Traditionen und Ritualen zu finden.
Denn als 1981 der Virus entdeckt und erforscht wurde und Europa und Nordamerika ihre Bevölkerung informierte und aufklärte, war das HIV in Südafrika hingehen jahrelang ein Tabu-Thema, weswegen sich der Virus ungehindert ausbreiten konnte.
Thabo Mbeki, Präsident von Südafrika (1999-2008), bezweifelte nicht nur öffentlich die Verbindung zwischen HIV und Aids, sondern verbot auch das Einnehmen von HIV-Medikamenten, weswegen sich etwa vermeidbare 171.000 Menschen infizierten und bis zu 343.000 Menschen im Kampf gegen Aids ihr Leben verloren. Zusammen mit der damals tätigen Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang riet er hingegen der Bevölkerung sich gesund zu ernähren, zum Beispiel mit Olivenöl, Knoblauch und Rote Beete, um sich gegen den Virus zu schützen. Seit 2006 steht vor allem Dank der neuen Gesundheitsministerin Barbara Hogan die HIV/Aids-Politik und die Versorung der Bevölkerung im Vordergrund.
Auf Grund der Kosten wurden Kondome und HIV-Tests eine lange Zeit abgelehnt, auch heutzutage werden Kondome noch verhöhnt, da diese als Beraubung der Männlichkeit angesehen werden und die Tradition es nicht vorsieht, zu verhüten. Die Frau wird als fruchtbares Wesen angesehen und das Gebären und erziehen von Kindern ist ihr zu erfüllender Zweck. Religiöse Führer verbreiten hinzukommend noch den Mythos, dass Sex mit eine Jungfrau HIV/Aids heilen könnte, weswegen die sexuellen Zugriffe auf Frauen nochmals drastisch gestiegen sind und 41 % der Gewaltopfer Kinder sind.
Auch dass viele Männer in einer Polygamie leben, sie also mehrere, wechselnde Geschlechtspartner haben, fördert die Verbreitung.
Weiterhin wird über Sexualfragen nicht gesprochen und vielen Menschen ist HIV/Aids gleichgültig. Es besteht kein Interesse daran zu wissen, ob man infiziert ist und ob man andere wohl möglich anstecken könnte oder nicht. Oft werden Infizierte auch abgelehnt und verheimlichen daher ihre Krankheit, wenn sie von dieser wissen.

75% aller HIV-bedingten Todesfälle stammen aus Südafrika. Sogar 2012 starben dort noch über 300.000 Menschen. Täglich sterben circa 900 Menschen an der Immunschwächekrankheit und rund 5,7 Millionen sind infiziert. Die Lebenserwartung ist schätzungsweise um 20 Jahre gesunken. Frauen werden somit in der Regel 49, Männer 47 Jahre alt.

Weltweit sind 34 Millionen Menschen HIV-positiv.