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Störungen des Geruchssinns beheben

Mediziner der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde aus Köln konnten eine erfolgversprechende Behandlung zur Verbesserung des Geruchssinns entwickeln.

80.000 Menschen werden jährlich aufgrund von Störungen des Geruchssinns allein in Deutschland behandelt. Je nach Ursache unterscheiden sich die Schäden in ihrem Ausmaß und werden daher in die Minderung (Hyposmie) und in den vollständigen Verlust des Riechvermögens (Anosmie) differenziert. Die Anzahl der Patienten, die an einer Hyposmie leiden ist rund viermal höher als die derjenigen, die von einer Anosmie betroffen sind.

Mediziner der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde aus Köln konnten eine erfolgversprechende Behandlung zur Verbesserung des Geruchssinns entwickeln.

80.000 Menschen werden jährlich aufgrund von Störungen des Geruchssinns allein in Deutschland behandelt. Je nach Ursache unterscheiden sich die Schäden in ihrem Ausmaß und werden daher in die Minderung (Hyposmie) und in den vollständigen Verlust des Riechvermögens (Anosmie) differenziert. Die Anzahl der Patienten, die an einer Hyposmie leiden ist rund viermal höher als die derjenigen, die von einer Anosmie betroffen sind.

Ärzte des Fachbereichs der HNO-Heilkunde, der Uniklinik Köln haben sowohl ein Training bezüglich der Verbesserung des Geruchssinns entwickelt, als auch eine mutlizentrische randomisierte Studie durchgeführt, in jener die Behandlung getestet wurde.
An der Studie, die zweimal über einen Zeitraum von 4 Monaten durchgeführt wurde, nahmen über 170 Probanden teil, deren Geruchssinn durch Infektionen, die eine Dauer von 8 Wochen bis 24 Monate hatten, beeinträchtigt wurde und die zwischen 24 und 65 Jahren alt waren. Das durchschnittliche Alter betrug 54 Jahre.
Die Teilnehmer wurden vor Beginn der Studie in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt sogenannte Sniffin-Sticks, Riechstife, mit einer hohen Duftkonzentration, während die zweite Gruppe Sniffin-Sticks erhielt, bei denen die Duftkonzentration niedriger dosiert war. Jeder Teilnehmer erhielt jeweils 4 dieser Stifte, mit den Duftnoten Eukalyptus, Limone, Nelke und Rose. Vorschrift war, an jeder dieser Stifte jeden Morgen und jeden Abend zweimal 15 Sekunden intensiv zu riechen und wöchentliche Notizen über die eventuell verbesserte Wahrnehmung zu führen.
Nach der ersten Trainingsperiode von 4 Monaten wurden die jeweiligen Stifte getauscht, mit jenen bereits vor dem Start der Studie und währenddessen, nämlich innerhalb der Wochen 16-18 und 32-37, die Geruchswahrnehmung getestet wurde.
Die Auswertung nach Abschluss der beiden Studienphasen erfolgte, indem Schwellenwerte, Unterscheidungsfähigkeit und die Bestimmung von Düften gemeinsam analysiert wurden.
Nach den ersten 4 Monaten konnte bereits eine deutliche Abgrenzung hinsichtlich der Verbesserung der Geruchsstörung bei der Gruppe festgestellt werden, die mit den stärker dosierten Duft-Stiften trainierte. So sagten nämlich 25,7%, 18 von 70 Teilnehmern aus, dass sie Gerüche besser wahrnehmen konnten, als vor Beginn des Trainings, während hingegen nur 14,9% der zweiten Gruppe eine Verbesserung feststellen konnten.
Nach Beendigung der Studie, also nach 8 Monaten verdeutlichte sich das Ergebnis, da 45,8% der ersten Gruppe eine Minderung ihrer Geruchsstörung erreichen konnten, aber nur 30,8% der Gruppe, die mit niedriger Duftkonzentration arbeitete.
Der größte Erfolg konnte bei Patienten erreicht werden, die erst 12 Monate an ihrer Störung des Riechvermögens litten. So gaben nämlich 63% von 24 entsprechenden Probanden an, die Fähigkeit des Riechens verbessert haben zu können.

Entsprechend der erzielten Ergebnisse könnte dieses Therapieverfahren unzähligen Betroffenen helfen.

Die Studie wurde in dem Fachmagazin „The Laryngoscope“ am 8.August 2013 veröffentlicht.