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Schmerzfreier Sonnenbrand bald möglich?

In gewissen Maßen tut die ultraviolette Strahlung der Sonne dem Körper gut -Sonnenbrand sollte allerdings vermieden werden. Die Ursache für die Schmerzen, die ein Sonnenbrand auslöst, konnten Forscher nun scheinbar ermitteln.

In gewissen Maßen tut die ultraviolette Strahlung der Sonne dem Körper gut -Sonnenbrand sollte allerdings vermieden werden. Die Ursache für die Schmerzen, die ein Sonnenbrand auslöst, konnten Forscher nun scheinbar ermitteln.

Die Wissenschaftler der Duke Universität forschten diesbezüglich an Mäusen und menschlichen Hautproben und konnten ermitteln, dass die UV-B-Strahlung den Ionenkanal in der Zellmembran aktiviert.
Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, nachdem genetisch veränderte Mäuse, die keine TRPV-Moleküle besaßen, schädlich auf die UV-B-Strahlendosis reagierten.
Denn durch die Strahlung wurden Ionenkanäle aktiviert, die Kalzium in die Zellen strömen ließen, woraufhin das mit Schmerz und Juckreiz einhergehende Molekül Endothelin ausgeschüttet wurde.
Dieses setzte sich an bestimmten Rezeptoren fest, die weiterführend die Öffnung der TRPV4-Kanäle ankurbeln, wodurch eine positive Rückkopplungsschleife entsteht.
Es entwickelt sich ein ausgeprägter Sonnenbrand.

Das Team der Universität schrieb in der Fachzeitung „PNAS“ jedoch, dass sich die Ionenkanäle und deren Juckreiz leicht durch schon vorhandene spezielle Substanzen blockieren lassen könnten.
Der Studienleiter Wolfgang Liedtke
beschreibt : „Wir haben eine neue Erklärung gefunden, warum Sonnenbrand weh tut“. Er erwähnt außerdem, dass in etwa fünf Jahren eine Hautcreme dagegen auf den Markt kommen könnte. Bis dahin muss aber noch geklärt werden, welche Auswirkungen das Ausschalten des natürlichen Schutzmechanismus hat. Dies beteuert Liedtke „Ich denke, wir sollten vorsichtig sein. Wir wissen noch nicht, was die Blockierung von TRPV4 für andere molekulare Prozesse in der Haut bedeutet."