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Schlaganfall – Differenzialdiagnose durch Mikrowellen

Schwedische Wissenschaftler entwickeln Mikrowellen-Helm für die Differenzialdiagnose bei Schlaganfällen.

270.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall, von denen, laut der Krankenkasse DAK-Gesundheit, beinahe 10.000 vermeidbar wären, würden Patienten mit einem Vorhofflimmern oder einem bereits beinahe erlittenem Schlaganfall besser behandelt werden. Somit zählt der Schlaganfall zu der dritthäufigsten Todesursache in Deutschland.

Schwedische Wissenschaftler entwickeln Mikrowellen-Helm für die Differenzialdiagnose bei Schlaganfällen.

270.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall, von denen, laut der Krankenkasse DAK-Gesundheit, beinahe 10.000 vermeidbar wären, würden Patienten mit einem Vorhofflimmern oder einem bereits beinahe erlittenem Schlaganfall besser behandelt werden. Somit zählt der Schlaganfall zu der dritthäufigsten Todesursache in Deutschland.

Bei einem Schlaganfall stirbt Hirngewebe aufgrund einer abrupten Durchblutungsstörung mit anschließendem Sauerstoffmangel im Gehirn ab. Die häufigste Ursache hierfür ist ein Hirninfarkt, auch ischämischer Infarkt, bei jenem ein Gefäßverschluss die Mangeldurchblutung verursacht. Aber auch eine Hirnblutung bzw. hämorrhagischer Infarkt, kann einen Schlaganfall auslösen.

Um schnell und sicher erkennen zu können, um welche Art Schlaganfall es sich bei einem Patienten handelt, ohne eine teure Untersuchung mit dem Computertomographen durchführen zu müssen, haben schwedische Ingenieur der Technischen Hochschule Chalmers einen Helm für die Differenzialdiagnose entwickelt. Ähnlich wie bei einem EEG, werden mit dem Helm, der mit Empfangs- und Sendemechanismen für Mikrowellen ausgestattet ist, eben diese und dessen Geschwindigkeit gemessen, während sie durch das Hirngewebe dringen. Treffen die Mikrowellen auf auf eine Blutung, verändert sich die Geschwindigkeit, wodurch die Mediziner erkennen können, ob es sich um einen Hirninfarkt oder um eine Hirnblutung handelt.
Bei einer ersten Studie, die in Kooperation an der Sahlgrenska Universitätsklinik durchgeführt wurde, konnte der Mirkowellen-Helm bereits an 45 Schlaganfallpatienten getestet werden. Bei allen Patienten wurde bereits zuvor die Ursache des Schlaganfalls festgestellt. Während die 19 hämorrhagischen Schlaganfälle zuverlässig von dem sogenannten Strokefinder ermittelt werden konnten, lieferte dieser auch 5 falsche Ergebnisse bei Patienten mit einem Gefäßverschluss, weswegen der Helm vor seiner nächsten Testphase im Herbst in einem Krankenwagen überarbeitet werden muss.

Berichtet wurde über die Studie in der Fachzeitschrift Transactions on Biomedical Engineering.