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Brustkrebsrisiko erhöht durch Einnahme von Kalziumantagonisten

Das Risiko an einem der beiden häufigsten Brustkrebsvarianten, dem invasiven lobulären oder invasiven duktalen Brustkrebs, nach der Menopause zu erkranken erhöht sich, sobald Frauen Kalziumantagonisten einnehmen.

Kalziumantagonisten oder auch Kalziumblocker werden auf Grund ihrer Fähigkeit, die Wirkung von Kalzium zu unterdrücken, zur Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten eingesetzt. Sie senken den Blutdruck und weiten die Gefäße.

Das Risiko an einem der beiden häufigsten Brustkrebsvarianten, dem invasiven lobulären oder invasiven duktalen Brustkrebs, nach der Menopause zu erkranken erhöht sich, sobald Frauen Kalziumantagonisten einnehmen.

Kalziumantagonisten oder auch Kalziumblocker werden auf Grund ihrer Fähigkeit, die Wirkung von Kalzium zu unterdrücken, zur Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten eingesetzt. Sie senken den Blutdruck und weiten die Gefäße.

Obwohl bereits in den 1990-er Jahren zwei Studien der Universität Memphis und der Universität Washington feststellten, dass das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um bis zu 65 Prozent höher war, wenn Frauen Kalziumantagonisten einnahmen, wurde das Medikament in seiner Anwendung nicht eingeschränkt, da keine weiteren Studien diese Ergebnisse bestätigen konnten.
Die Schlussfolgerung einer neuen Fall-Kontrollstudie, die das Thema wieder aufgenommen hat, fällt nun wiederum negativ aus
und verweist somit auf ein erhöhtes Krebsrisiko.

Fred Hutchinson, Mediziner im Cancer Research Center in Seattle und Leiter der Studie, befragte mit seinem Forscherteam insgesamt 2.851 Frauen zwischen 55 und 74 Jahren.
Ziel war es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Risikofaktoren zwischen den beiden Arten zu ermitteln. 1.055 der Frauen waren an einem invasiven lobulären Mammakarzinom und 905 an einem invasiven duktalen Mammakarzinom erkrankt, die restlichen 891 Frauen dienten den Medizinern zur Kontrolle, da sie an keinem der beiden Brustkrebsarten erkrankt waren.
Die Antwort der Frauen auf die Frage, ob sie bestimmte Medikamente über einen bestimmten Zeitraum einnahmen, führte die Mediziner sowohl bei dem invasiven lobulären, als auch invasiven duktalen Brustkrebspatienten zu dem Kalziumblocker-Arzneimittel. Frauen, die nach ihrer Menopause an einem Mammakarzinom erkrankt waren, nahmen doppelt so oft wie die Frauen der Kontrollgruppe Kalziumantagonisten ein.
Die Chance für das Auftreten der invasive lobuläre Variante lag bei 2,6 und war verbunden mit der eingenommenen Dosis. Im Gegensatz zu der invasiven duktalen Brustkrebsart, betraf das erhöhte Risiko alle Frauen und nicht nur die, die Kalziumantagonisten über einen Zeitraum von 10 Jahren oder länger einnahmen. Das Odds Ratio lag hier bei 2,4.

Ob das Medikament nun nur noch beschränkt verabreicht werden darf, müssen weitere Studien klären.

Die detaillierte Studie ist in „JAMA Internal Medicine“ publiziert.