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Prostatakrebsrisiko durch Bisphenol A?

Eine us-amerikanische Studie weist erstmals daraufhin, dass Prostatakrebs auch durch den Plastikzusatzstoff Bisphenol A begünstigt werden könnte.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Allein im Jahre 2010 erkrankten 65.800 Männer in Deutschland an der Krebsform, Tendenz steigend.

Eine us-amerikanische Studie weist erstmals daraufhin, dass Prostatakrebs auch durch den Plastikzusatzstoff Bisphenol A begünstigt werden könnte.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Allein im Jahre 2010 erkrankten 65.800 Männer in Deutschland an der Krebsform, Tendenz steigend.

Das Forscherteam um Dr. Shuk-mei Hi von der Universität Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio untersuchte nun erstmals, ob ein Zusammenhang zwischen dem in Plastik vorhandenem Bisphenol A (BPA) und der Entstehung von Prostatakrebs besteht, da BPA bekanntlich in den Endprodukten freigesetzt wird und bei 90% der Menschen im Urin nachzuweisen ist. Die Wirkung von BPA gleicht der von Östrogenen, jene als Risikofaktor für die Entstehung und Progression von Prostatakrebs gelten.
Um eine Verbindung feststellen zu können,untersuchte das Team die Konzentration von BPA in dem Urin von 27 Prostatakrebspatienten und von 33 gesunden Probanden.
Der Unterschied war deutlich nachzuweisen, jedoch aufgrund der geringen Anzahl der Teilnehmer nicht statistisch signifikant. So wurde bei den 27 Krebspatienten eine Konzentration von 5,74 µg/g BPA nachgewiesen, während bei den restlichen 33 Probanden lediglich 1,45 µg/g BPA gefunden wurden.
Bei Betrachtung von Prostatakrebspatienten, die bereits vor dem 65. Lebensjahr die Krebsdiagnose erhielten, war das Ergebnis der Untersuchung mit 8,08 versus 0,90 jedoch statistisch signifikant.

Ähnliche Ergebnisse zeigten bereits Tierstudien, bei jenen nachgewiesen werden konnte, dass BPA Störungen an den Centromeren auslöst, mit jenen die Proteinstruktur am Verbindungspunkt der beiden Chromatiden eines Chromosoms bezeichnet wird, an dessen Stelle die DNA hochkondensiert ist. Bei der Zellteilung haben sie eine festhaltende Funktion für die Mikrotubuli, jene für die Aufteilung der Chromosomen auf die Tochterzellen zuständig sind. Durch BPA könnte demnach der Prozess der Zellteilung gestört werden.

Für die Belegung des Zusammenhangs, müssten jedoch erst weitere epidemiologische Studien durchgeführt werden, die eine größere Teilnehmerschaft vorweisen können.

Veröffentlicht wurde die detaillierte Studie in der Fachzeitschrift PlOS One.