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Neurodermitis – Behandlungserfolge durch Lichttherapie bei Kindern

Britische Mediziner konnten nun mittels einer Studie bezüglich der Lichttherapie bei Neurodermitis feststellen, dass bei Kindern ebenso positive Ergebnisse, wie bei erwachsenen Betroffenen zu verzeichnen sind.

Britische Mediziner konnten nun mittels einer Studie bezüglich der Lichttherapie bei Neurodermitis feststellen, dass bei Kindern ebenso positive Ergebnisse, wie bei erwachsenen Betroffenen zu verzeichnen sind.

Rund 6 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an Neurodermitis, einer entzündlichen Hautkrankheit, die vor allem bei Kindern häufig vorkommt und wahrscheinlich durch genetische Faktoren, als auch durch Umwelteinflüsse begünstigt wird. Die Krankheit die sich durch extrem trockene, rissige, schuppige und juckende Haut auszeichnet, verläuft entweder in Schüben oder besteht chronisch. Behandelt werden die Betroffenen sowohl topisch, also mit Hilfe von Salben, Cremes oder Emulsionen, als auch systemisch mit Tabletten oder Infusionen. Die Beschwerden der bislang nicht heilbaren Krankheit können zudem durch Lichttherapien, Klimatherapien und Entspannungstechniken gelindert werden.

Die Licht-, oder auch Phototherapie zeichnet sich durch die Bestrahlung mit blauem Licht mit einer ganz bestimmten Wellenlänge aus (UVB-Licht) und wird bei erwachsenen Patienten bereits erfolgreich angewendet.
Britische Hautärzte beschäftigten sich nun mit der Thematik und der Frage, ob die Therapie bei Kindern die gleichen Erfolge erzielen kann, da die topische Behandlungsart oft wenig Wirkung zeigte. So wurden 55 Kinder mit Neurodermitis, im Alter von 3 bis 16 Jahren in zwei Gruppen eingeteilt. Während 29 Kinder 2x wöchentlich die Phototherapie erhielten, dienten die anderen 26 Kinder als Kontrollgruppe, die lediglich mit Cremes, Salben oder Emulsionen behandelt wurden. Um die Wirksamkeit beurteilen zu können, wurden die Ergebnisse mithilfe des SASSAD-Scores gemessen. Nach jenen Punkten wurden die Ausmaße der Krankheit der Kinder schon vor Beginn und währenddessen, nämlich nach der 12. Woche und dem 3. und 6. Monat der Studie bewertet. Begutachtet wurden erkennbare Rötungen der Haut, Exsudate, trockene und rissige Haut, Abschürfungen, sowie lichenifizierte entzündliche Reaktionen der Haut.

Die Auswertung der Ergebnisse fiel äußert positiv aus, denn so konnte der Schweregrad der Erkrankung in der Gruppe mit der Lichttherapie um 61% gemindert werden. So lag der durchschnittliche Wert der 29 Kinder bei 11,6. Die Ergebnisse der Patienten der 2.Gruppe verschlechterten sich hingegen bezüglich des SASSAD-Scors um 6% und der Mittelwert lag bei 24,8, war also 13,2 Punkte höher als bei der ersten Gruppe.
Die positiven Resultate konnten sich nach nach drei Monaten nach Ende der Therapie nochmals verdeutlichen. So waren 50% der 1.Gruppe vollkommen frei von Ekzemen, also 9% mehr als zum Ende der UVB-Behandlung. 29% der jungen Patienten meldeten auch nach einem halben Jahr nach der Therapie keine rückkehrenden Symptome.

Demnach wirkt die Lichttherapie ebenso erfolgreich bei Kindern, wie bei Erwachsenen Neurodermitis-Patienten.

Die detaillierte Studie wurde in dem British Journal of Dermatology veröffentlicht.