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Neuer Therapieansatz für die Sehnerventzündung bei MS

Das Dopingmittel EPO kann bei einer Entzündung des Sehnervs, im frühen Stadium der MS das Absterben von Nervenzellen verhindern, das ist die Meinung von Professor Dr. Ricarda Diem.

Das Dopingmittel EPO kann bei einer Entzündung des Sehnervs, im frühen Stadium der MS das Absterben von Nervenzellen verhindern, das ist die Meinung von Professor Dr. Ricarda Diem.

Die ersten Anzeichen einer MS sind meistens Entzündungen des Sehnervs mit Schädigung der Netzhaut. Die Patienten verspüren Schmerzen hinter ihrem Auge. Es kommt zu einer Verschlechterung des Sehvermögens bis zur Erblindung. Daraufhin wird Cortison gegeben, was die Symptome fast komplett verschwinden lässt, doch eine Sehentzündung bleibt und es folgt nach Wochen, Monaten ein erneuter Schub. Bei jedem erneuten Vorfall schrumpft allerdings die Anzahl der Nervenzellen weiter bis zu einer dauerhaften Verschlechterung des Sehvermögens und auch zur Erblindung.

Das EPO beschleunigt die Bildung der roten Blutkörperchen und nach neuen Erkenntnissen kann es auch die Widerstandskraft von Neuronen gegenüber schädigenden Reizen verbessern.

Bei Tieren und Menschen wurde die Behandlung mit dem Dopingmittel durchgeführt und beide erwiesen positive Veränderungen auf EPO. Es starben deutlich weniger Nervenzellen ab, optische Reize aus dem Auge wurden an das Gehirn weitergeleitet, Nervenfasern in Netzhaut und Sehnerv verfielen unter dem Einfluss von EPO kaum und schwerfällige Nebenwirkungen traten nicht auf.