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Neuer Basis-Ultraschall

Seit dem 01.Juni diesen Jahres gibt es ein neuen Basis-Ultraschall. Dieser kann auf Wunsch der Patientin den 2. üblichen Basis-Ultraschall in der Schwangerschaft ersetzen.
Die Neuerung stößt jedoch nicht nur auf positive Kritik.

Seit dem 01.Juni diesen Jahres gibt es ein neuen Basis-Ultraschall. Dieser kann auf Wunsch der Patientin den 2. üblichen Basis-Ultraschall in der Schwangerschaft ersetzen.
Die Neuerung stößt jedoch nicht nur auf positive Kritik.

Der erweiterte Ultraschall soll den Basis-Ultraschall im zweiten Drittel der Schwangerschaft, der zwischen der 19. und 22. Woche durchgeführt wird, ersetzen. Er soll genauere Hinweise auf Fehlbildungen liefern und allgemein bessere Informationen über das Kind ermöglichen. Bisher wurde lediglich die Größe des Kopfes, des Oberschenkelknochens, des Bauches und die Position der Plazenta untersucht.

Die Erweiterung des Ultraschalls bietet :

  • Kontrolle über die Sichtbarkeit des Kleinhirns, der Form des Kopfes und der Hirnkammern
  • genauere Untersuchung der fetalen Strukturen
  • Entwicklung von Hals und Rücken
  • präzise Betrachtung der Herzgröße, der Ausbildung der vier Herzkammern, des Herzrythmuses
  • Kontrolle über die Sichtbarkeit des Magens und der Harnblase
  • Untersuchung ob die Bauchwand geschlossen ist

Gesundheitliche Missstände wären folglich besser zur diagnostizieren, woraus sich der Vorteil bietet sowohl früher eine entsprechende Behandlung zu planen, als auch eine geeignete Klinik der jeweiligen Fachrichtung auszusuchen. Besonders für Frauen bei denen die Schwangerschaft als eine Risiko-Schwangerschaft gilt, wäre dies empfehlenswert.

Zwar empfinden Experten diesen Ultraschall als einen Schritt in die richtige Richtung, um sowohl die Mutter als auch das Kind optimal versorgen zu können, jedoch sind die meisten Ärzte für diese Untersuchung nicht qualifiziert genug. Problem ist nämlich, dass die Bandbreite der Fehlbildungen so groß ist, dass die wenigsten Ärzte diese alle kennen bzw. problemlos diagnostizieren könnten.
Daher müssten die Ärzte erst eine dreistufige Ausbildung absolvieren, mit 200 Kursstunden und zum Ende ein Kolloquium ablegen. Sie müssten einen Online-Test bestehen, bei denen ihnen 200 Ultraschallbilder vorgelegt werden, von denen sie 30 zufällig ausgewählte auf Fehlbildungen hin bewerten müssten.
Die Feindiagnostik bietet bereits die konkrete Darstellung einzelner Organe und zusätzlich die, des fetalen Gesichts, der Hauptschlagadern am Herzen und den Extremitäten.
Professor Geipel, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der deutschen Medizin äußerte sich über den erweiterten Basis-Ultraschall nicht sonderlich positiv, gestand sie zwar ein, dass es eine Steigerung der Qualität darstelle, aber wir „.. damit bei Weitem nicht die Anforderungen, die in anderen europäischen Ländern für eine Untersuchung auf fetale Fehlbildungen in der 20. Woche gelten“ erreichen würden. Des Weiteren bemängelt sie, dass der Ultraschall leider nicht so weit in die Tiefe gehe, wir er eigentlich gehen müsste. So müsste zum Beispiel bei der Betrachtung des Herzens nicht nur auf die Größe geachtet werden, sondern auch auf Auffälligkeiten.