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Neue Erkenntnisse über die Nahtoderfahrungen

Jeder fünfte Mensch erzählt von Nahtoderfahrungen nach einem Herzstillstand. Dieses Ereignis soll lebhaft, klar und ungewöhlich zugleich sein.

Doch die Meinungen in der Fachwelt gehen diesbezüglich weit auseinander. Einige meinen, dass die Hirnaktivität nach einem Herzstillstand und dem Stopp der Nährstoffversorgung endet und keine koordinierten Abläufe mehr möglich sind, andere glauben an das Phänomen.

Jeder fünfte Mensch erzählt von Nahtoderfahrungen nach einem Herzstillstand. Dieses Ereignis soll lebhaft, klar und ungewöhlich zugleich sein.

Doch die Meinungen in der Fachwelt gehen diesbezüglich weit auseinander. Einige meinen, dass die Hirnaktivität nach einem Herzstillstand und dem Stopp der Nährstoffversorgung endet und keine koordinierten Abläufe mehr möglich sind, andere glauben an das Phänomen.

Nun haben Hirnforscher um Jimo Borjigin die Hirnaktivität von neun Ratten in einer Tierstudie verglichen. Die Untersuchung erfolgte im Wachzustand, unter Narkose und nach einem Herzstillstand.
„Falls die Nahtoderfahrung von einer Hirnaktivität stammt, sollte man neuronale Bewusstseinskorrelate von Menschen oder Tieren nach dem Ende der Blutversorgung des Gehirns identifizieren können“, erklären die Wissenschaftler.
Alle Tiere zeigten in den ersten 30 Sekunden nach dem Herzstillstand auffallende synchrone Muster von Gamma-Hirnwellen, als wäre das Gehirn wach und extrem stimuliert. Die vielen elektrischen Merkmale des Bewusstseins überstiegen die Werte des Wachzustands.
Diese Erkenntnis verweist darauf hin, dass das Gehirn im frühen Stadium des klinischen Todes zu gut organisierter, elektrischer Hyperkinese fähig ist.
Der Neurologe Michael Schroeder glaubt, dass der versiegende Input von außen das Gehirn noch kurz zu einer Hyperaktivität treiben könnte. Dies parallelisiert er mit einem Motor, der unter Last langsamer dreht als im Leerlauf. Und „..ohne Input von außen, im Leerlauf also, dreht die Maschine etwas höher“. Aus Mangel an Input seien die Hirnwellen der Tiere zudem rhythmischer, da sie nicht durch Reize von außen beeinflusst werden, erklärte Schroeder.

Die Forscher um Borjigin sind der Meinung, dass das Erlebnis ein biologisches Paradox ist, dass das Verständnis vom Gehirn hervorruft und vorgebracht wird als Nachweis für ein Leben nach dem Tod und für ein menschliches Bewusstsein, welches nicht vom Körper abhängt.
Obwohl die neuen Erkenntnisse und Belege nicht beweisen, dass es sich nicht um die Ursache von Nahtoderfahrungen handelt, ist es ein erster verheißungsvoller wissenschaftlicher Erklärungsansatz.