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MRSA : Neues Antibiotikum vereinfacht Therapie

Neues Antibiotikum überzeugt mit einmaliger Anwendung bei Hautinfektionen durch den multiresistenten Staphylococcus aureus.

Jedes Jahr infizieren sich alleine in Deutschland, laut Schätzungen des Robert-Koch-Institutes, rund 34.000 Menschen in Krankenhäusern mit dem multiresistenten Bakterium. Die Infizierung kann entweder durch eine Haut- oder Weichteilinfektion deutlich werden oder aber auch durch eine Blutvergiftung oder eine Lungenentzündung.

Neues Antibiotikum überzeugt mit einmaliger Anwendung bei Hautinfektionen durch den multiresistenten Staphylococcus aureus.

Jedes Jahr infizieren sich alleine in Deutschland, laut Schätzungen des Robert-Koch-Institutes, rund 34.000 Menschen in Krankenhäusern mit dem multiresistenten Bakterium. Die Infizierung kann entweder durch eine Haut- oder Weichteilinfektion deutlich werden oder aber auch durch eine Blutvergiftung oder eine Lungenentzündung.

Bislang werden die eitrigen Hautinfektionen infolge der multiresistenten Sttapjylococcus aureus, kurz MRSA, unter anderem mit dem Antibiotikum Vancomycin behandelt, das zu der Gruppe der Glykopeptid-Antibiotika gehört und den Zellwandaufbau der grampositiven Bakterien unterdrückt.
Die Therapie mit Vancomycin ist allerdings zeitaufwendig und macht einen Krankenhausaufenthalt aufgrund der Infusionen mehrere Tage notwendig.

Das neue Antibiotika Oritavancin konnte nun in der SOLO-I-Studie, die durch das Team geleitet von Ralph Corey vom Duke University Medical Center durchgeführt wurde, beweisen, dass es einen ebenso positiven Effekt mit einer einzigen Gabe erzielen kann, wie Vancomycin innerhalb einer Woche und zwei Anwendungen täglich.

954 Patienten mit einer besagten Hautinfektion nahmen an der Studie teil. Während sich eine Gruppe mit dem herkömmlichen Medikament behandeln ließ, erhielt die andere Gruppe das zu erprobende Antibiotikum. Die letztendlichen Therapieergebnisse unterschieden sich kaum von einander, gleich ob es sich um den primären oder sekundären Endpunkt handelte. So konnte bei 82,3% der Oritavancin-Patienten und somit 3,4% mehr Patienten als im Vancomycin-Arm, erreicht werden, dass sich die Infektionen nicht weiter ausdehnte bzw. zurückging und der Patient weder an Fieber litt noch weiteres Antibiotikum benötigte. Des Weiteren konnte bei 79,6 bzw. 80% eine Genesung festgestellt werden und bei 86,9% bzw. 82,9% eine Verkleinerung der Infektion um über 20%.

Das Pharmaunternehmen The Medicine Company, das aktuell die Lizenzrechte an dem Antibiotikum besitzt, hofft nun auf eine schnelle Zulassung des Medikaments durch die FDA, da zum einen die Behandlung schneller und einfacher ist und zum anderen keinerlei Nebenwirkungen auftraten, die unter der Gabe von Vancomycin nicht möglich sind allergische Reaktionen.

Veröffentlicht wurde die detaillierte SOLO-I-Studie in dem New England Journal of Medicine.