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Kurz - oder weitsichtig? Fast jeder zweite Europäer ist betroffen

Häufiger als bislang vermutet ist in Europa ein Refraktionsfehler im Auge Grund für eine Sehschwäche. Laut einer Hochrechnung von Katie Williams vom King’s College in London, leiden ca. 227,2 Millionen Menschen an einem sogenannten Brechungsfehler. Für die meisten Patienten bleibt dies jedoch folgenlos, da die Menschheit seit dem Mittelalter in der Lage ist, die Sehstärke durch eine Brille wieder herzustellen. Moderne Brillen oder auch Kontaktlinsen können den Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) ausgleichen.

Die altersstandardisierte Prävalenz (Anzahl der Erkrankten / Größe der Population) für die Myopie liegt bei 30,6% und die der Hyperopie bei 25,2%. Eine Ausnahme bilden die 23,9%, bei denen Astigmatismus den Refraktionsfehler verkomplizierte.

Häufiger als bislang vermutet ist in Europa ein Refraktionsfehler im Auge Grund für eine Sehschwäche. Laut einer Hochrechnung von Katie Williams vom King’s College in London, leiden ca. 227,2 Millionen Menschen an einem sogenannten Brechungsfehler. Für die meisten Patienten bleibt dies jedoch folgenlos, da die Menschheit seit dem Mittelalter in der Lage ist, die Sehstärke durch eine Brille wieder herzustellen. Moderne Brillen oder auch Kontaktlinsen können den Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) ausgleichen.

Die altersstandardisierte Prävalenz (Anzahl der Erkrankten / Größe der Population) für die Myopie liegt bei 30,6% und die der Hyperopie bei 25,2%. Eine Ausnahme bilden die 23,9%, bei denen Astigmatismus den Refraktionsfehler verkomplizierte.

Bei der Myopie liegt der Brennpunkt des Auges vor der Netzhaut, d.h. weiter entfernte Objekte werden unscharf wahrgenommen. Grund dafür ist ein verstärktes Längenwachstum des Augapfels in der Jugend. 47,2% der europäischen Bevölkerung zwischen 25-30 Jahren sind myop, dies geht allerdings im Alter zurück. Experten nennen das „hyperopic shift“. In der Kategorie der 65-69 jährigen sind es nur noch 15,9%, später wird wieder ein Anstieg verzeichnet. Diese Form des „hyperopic shift“ wird mit der Entwicklung des Katarakts in Verbindung gebracht. Bei sehr stark ausgebildeter Myopie kann es passieren, dass Risse in der Netzhaut entstehen, bis hin zur Netzhautablösung, was zur Erblindung führen kann. Williams schätzt, dass ca. 20,1 Mio Europäer gefährdet sind.

Wenn der Brennpunkt des Auges hinter der Netzhaut liegt, so nennt man es Hyperopie. Aufgrund der kürze des Augapfels wird diese Form eines Sehfehlers eher bei Menschen vorangeschrittenen Alters beobachtet. Die Prävalenz der Altersgruppe 25-30 jähriger liegt daher bei 6,4%. Während die der 55-59 jährigen einen Anstieg auf 31,2% verzeichnet. Später sinkt sie jedoch wieder.

Aus der Studie geht jedoch nicht hervor ob, wie vermutet, die Myopie zunimmt. Längere Bildungsphasen und der Anstieg der PC-Nutzung werden als mögliche Auslöser diskutiert. Es gibt genetische Faktoren die erklären, warum fast 80% aller jungen Leute in China myop sind.

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