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Krebsmedikament Pertuzumab – wahrscheinliche Zulassung für die neoadjuvante Therapie im Oktober

Bereits seit März diesen Jahres ist das Krebsmedikament Perjeta mit dem Wirkstoff Pertuzumab für Patienten mit HER2-positiven Brustkrebs, der bereits Metastasen gebildet hat, zugelassen. Ab Oktober können mit großer Wahrscheinlichkeit bereits Krebspatienten im Frühstadium eine Pertuzumab-Therapie erhalten.

Bereits seit März diesen Jahres ist das Krebsmedikament Perjeta mit dem Wirkstoff Pertuzumab für Patienten mit HER2-positiven Brustkrebs, der bereits Metastasen gebildet hat, zugelassen. Ab Oktober können mit großer Wahrscheinlichkeit bereits Krebspatienten im Frühstadium eine Pertuzumab-Therapie erhalten.

13 Berater der Food and Drug Administration (FDA) haben sich bereits für den Einsatz des Krebsmedikamentes Perjeta für die neoadjuvante Therapie bei Krebspatienten im Frühstadium ausgesprochen. Die befürwortende Entscheidung wurde aufgrund von zwei Studien getroffen, der „Neoadjuvant Study of Pertuzumab and Herceptin in an Early Regimen Evaluation“ und der TRYPHAENA-Studie.
Bei ersterer Studie wurden rund 417 Frauen, die an einem HER2-positiven Brustkrebstumor leiden, der sich bereits im fortgeschrittenem Stadium befindet, 3 Monate vor ihrer Operation zur Entfernung des Tumors mit vier unterschiedlich zusammengestellten Variationen neoadjuvant behandelt. Die neoadjuvante Therapie bezeichnet die Behandlung des Tumors, mit dem Ziel der Tumordezimierung, mittels einer Chemo-, Bestrahlungs-, oder Hormontherapie.
Entsprechend der pathologischen Komplettremission (pCR), die die Abwesenheit von lebendigen Krebszellen im Resektat bezeichnet, war die Pertuzumab-Therapie in der Kombination mit Herceptin und Docetaxel mit 39,3% am erfolgreichsten. Die Kombinationen von Herceptin und Docetaxel erreichten nur 21,5% und die Variante Perjeta und Herceptin nur 11,2%.
Die TRYPHAENA-Studie konnte zusätzlich belegen, dass der Wirkstoff weder unverträglich ist, noch kardinale Komplikationen begünstigt. Letzteres Ergebnis der Studie war von besonderer Wichtigkeit, da ansonsten der Einsatz im Frühstadium höchst problematisch gewesen wäre.

Sollte Perjeta am 31.Oktober durch die FDA zugelassen werden, hätten die betroffenen Patienten den großen Vorteil, bereits frühzeitig eine Therapie zu erhalten. Die Behandlung beschränkt sich allerdings auf Tumore des Typs HER2-positv. Diese zeichnen sich durch hohe Mengen von HER2 auf dem Brustkrebsgewebe aus. Der Krebs ist entsprechend aggressiver und ist deutlich schlechter zu behandeln. 6.000 Patienten könnten nun jährlich deutlich früher behandelt werden.