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Krebs – Sind schwedische Ärzte die Besten?

Die Ergebnisse einer Studie belegen, dass die Sterblichkeitsrate innerhalb der ersten 30 Tage nach einer Ösophagektomie und Gastrektomie in Schweden deutlich niedriger sind, als in anderen Ländern Europas.

Die Ergebnisse einer Studie belegen, dass die Sterblichkeitsrate innerhalb der ersten 30 Tage nach einer Ösophagektomie und Gastrektomie in Schweden deutlich niedriger sind, als in anderen Ländern Europas.

Auf dem diesjährigen European Cancer Congress in Amsterdam wurden die Resultate der Pilotstudie des EURECCA Projekt von Dr. Johan Dikken, Leiter der Chirurgie des Medizinischen Zentrums der Universität Leiden und des Medizinischen Zentrums Haaglanden in den Niederlanden, vorgestellt.
Die Konzentration der Studie lag auf der 30-Tage-Sterberachte nach der vollständigen operativen Entfernung der Speiseröhre (Ösophagektomie) und der ebenso kompletten Entfernung des Magens (Gastrektomie) in England, Dänemark, Schweden und den Niederlanden. Hierzu wurden insgesamt 19.864 entsprechende Daten aus den Jahren 2004 bis 2009 ausgewertet, von denen 10.854 auf eine Ösophagektomie und 9.010 auf eine Gastrektomie entfielen.

Bekannt ist, dass die Operationen mit einem hohem Risiko belastet sind und daher seit einiger Zeit das Anliegen vorliegt, solch komplizierte Eingriffe auf Zentren, in denen besonderes chirurgisches Fachpersonal mit ausgiebiger Erfahrung ansässig ist, zu beschränken. Begründet wird dieses Anliegen mit früheren Studien, bei denen sich herausstellte, dass die Überlebenschance steigt bzw. die Komplikationsrate sinkt, sobald die Operationen von Ärzten mit guter Erfahrung durchgeführt wurden.

Die Auswertung der Daten ergab, dass die Sterblichkeitsrate der Patienten innerhalb eines Monates nach der Entfernung der Speiseröhre in Schweden, im Gegensatz zu England mit einer Rate von 5,8%, mit 1,9% weitaus niedriger war. Auch die Niederlande und Dänemark schnitten mit 4,6% schlechter ab und mussten mehr Todesfälle verzeichnen als Schweden. Ebenso positiv schnitt Schweden bei Entfernungen des kompletten Magens mit 3,5 % ab. Dänemark, England und auch die Niederlande konnten mit 4,3%, 5,9% und 6,9% keinen annähernd guten Wert erreichen.

Trotz sorgfältiger Analyse der Daten konnte keine Ursache für die großen Unterschiede gefunden werden, jene sich allerdings nach zwei Jahren relativierten, also sich nicht mehr unverkennbar unterschieden.

Zukünftig soll die Studie auf weitere Länder der EU, unter anderem Deutschland, ausgedehnt werden.

Die detaillierte Studie wurde in der Fachzeitschrift British Journal of Surgery publiziert.

az