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Kanadische Studie warnt vor Wechselwirkungen von Clarithromycin in Kombination mit Kalziumantagonisten

Die Ergebnisse einer in Kanada durchgeführten Studie zeigen die riskanten Wechselwirkungen auf, die eintreten können wenn Clarithromycin zeitlgleich mit Kalziumantagonisten verordnet wird.

Da das Antibiotikum Clarithromycin für seine Anfälligkeit für Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt ist, beschäftigte sich ein Nephrologenteam, geleitet von Dr. Amit Garg, von der Kidney Clinical Research Unit in London mit dieser Thematik, vor allem bezogen auf Hypertoniker, die aufgrund von bakteriellen Infektionen zusätzlich mit Kalziumantagonisten behandelt werden.

Die Ergebnisse einer in Kanada durchgeführten Studie zeigen die riskanten Wechselwirkungen auf, die eintreten können wenn Clarithromycin zeitlgleich mit Kalziumantagonisten verordnet wird.

Da das Antibiotikum Clarithromycin für seine Anfälligkeit für Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt ist, beschäftigte sich ein Nephrologenteam, geleitet von Dr. Amit Garg, von der Kidney Clinical Research Unit in London mit dieser Thematik, vor allem bezogen auf Hypertoniker, die aufgrund von bakteriellen Infektionen zusätzlich mit Kalziumantagonisten behandelt werden.

Für ihre bevölkerungsbasierte Studie ermittelten die Mediziner rund 96.226 Fälle, bei denen Patienten innerhalb des letzten Jahrzehnts solche Doppelverordnungen erhalten haben.
Zwar kam es in der Regel, laut Datenbankanalyse, zu keinen nennenswerten Zwischenfällen, jedoch mussten 420 Patienten wegen akuter Nierenprobleme oder Blutdruckabfällen in Krankenhäusern stationär behandelt werden.
Die Komplikationsrate bezüglich der Nierenprobleme betrug nach Analyse der Daten durchschnittlich 0,44%. Spezifisch gab es jedoch Unterschiede. So führte die gleichzeitige Behandlung von Clarithromycin und Nifedipin zu der höchsten Komplikationsrate von 0,63%, in Kombination mit Felodipin zu 0,30% und unter Amlodipin zu einem Anstieg von 0,15%. Obwohl ausschließlich der Kalzimantagonist Verapamil in den deutschen Fachinformationen als Verursacher von Wechselwirkungen gelistet ist, konnten die Nephrologen für diesen keine erhöhten Werte ermitteln.

Trotz einer geringen Risikorate warnt die Studie vor solch Doppelverordnungen, da Nierenversagen dramatische Folgen für die Betroffenen haben können.

Veröffentlicht wurde die detaillierte Studie in dem US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA.