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Jeder zweite Raucher hat unterschwelliges Lungenleiden

Viele Raucher oder Ex-Raucher zeigen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit oder pathologische Veränderungen in der Computertomographie, obwohl sie bei einem früheren Lungenfunktionstest noch nicht die Kriterien einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) aufzeigten. Die Diagnose einer COPD wird heute durch eine Lungenfunktionsprüfung gestellt, die in aller Regel eine Spätfolge langjährigen Tabakkonsums ist.

Viele Raucher oder Ex-Raucher zeigen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit oder pathologische Veränderungen in der Computertomographie, obwohl sie bei einem früheren Lungenfunktionstest noch nicht die Kriterien einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) aufzeigten. Die Diagnose einer COPD wird heute durch eine Lungenfunktionsprüfung gestellt, die in aller Regel eine Spätfolge langjährigen Tabakkonsums ist.

Die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) legte jetzt ein spisometrisches Kriterium fest, welches den Abfall des Quotienten der forcierten Vitalkapazität (FVC) zur Einsekundenkapazität FEV1von unter 80 Prozent oder eine FVC von 0,7, des für das Alter zu erwartenden Werts beschreibt. Dem Forscher James Carpo vom National Jewish Health in Denver wurde nun von der COPDGene (welche nach genetischen Ursachen für die Erkrankung sucht) die Möglichkeit eingeräumt Lungen von Rauchern zu Untersuchen. Die Bedingung war, dass sie die  COPD-Kriterien nicht erfüllten. .

Es wurde eine Computertomographie durchgeführt bei 8.872 Teilnehmern, die zwischen 45 und 80 Jahren waren. Die Beteiligten waren entweder aktuelle Raucher oder hatten einst geraucht, allerdings mit mindestens 10 Packungsjahren. Die meisten von ihnen hatten eindeutig mehr geraucht, zwischen 35 – 50 Packungsjahre.

Laut GOLD war die Hälfte der Teilnehmer noch nicht an COPD erkrankt, dennoch wiesen ihre Lungen bis zu 42 Prozent eine Verdickung der Atemwege auf oder hatten ein Emphysem. 23 Prozent litten an Atemnot im Gegensatz zur Kontrollgruppe der Nichtraucher, wo es nur 3,7 Prozent waren. Des Weiteren schafften 15 Prozent der nicht COPD Erkrankten in einem Gehtest nur weniger als 350 Meter in 6 Minuten, bei den Nichtrauchern waren es nur 4 Prozent.

Die COPD-freien Raucher hatten dennoch eine verminderte Lebensqualität. Laut Ansicht der Autoren widerlegen diese Ergebnisse, dass die meisten Raucher eine gesunde Lunge haben.

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