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HIV/Aids : Vereinte Nationen fürchten Rückschritte

Im aktuellen UN-Jahresbericht bezüglich HIV/Aids vom 23.09.2013 schildern die Vereinten Nationen neben neuen Daten, auch das Problem des Sexualverhaltens in afrikanischen Ländern.

Im aktuellen UN-Jahresbericht bezüglich HIV/Aids vom 23.09.2013 schildern die Vereinten Nationen neben neuen Daten, auch das Problem des Sexualverhaltens in afrikanischen Ländern.

Nach den neuesten Schätzungen von Experten haben sich im vergangenen Jahr mindestens 2,3 Millionen Menschen mit dem HI-Virus angesteckt, mit dem weltweit rund 35,3 Millionen leben. Somit hat sich die Zahl der Neuinfizierungen zwar seit 2001 um 33% verringert, doch bei Betrachtung der Regionen, in denen die meisten Ansteckungen zu verzeichnen sind, wird deutlich, dass die Fortschritte bezüglich der Aids-Prävention in Gefahr sind.
So fallen 70% der 2,3 Millionen auf afrikanische Nationen, die allesamt unterhalb der Sahara liegen. Grund dafür ist unter anderem, dass trotz der steigenden Zahl der wechselnden Sexualpartner, immer weniger Kondome benutzt werden. Dieses Problem der mangelnden Verhütung ist vor allem im Niger, Senegal, der Elfenbeinküste und Uganda der Fall. Außerdem stellen nur zwei von 32 berichterstattenden Ländern Drogenabhängigen, die sich ihre Substanzen intravenös verabreichen, mindestens 200 sterile Spritzen pro Jahr zur Verfügung, um den Austausch benutzter Spritzen zu verhindern. Jener Übertragungsweg ist beispielsweise für 28% der Neuinfektionen in Asien verantwortlich. Aber auch in Zentralasien, Nahost, Osteuropa und Nordafrika müssen höhere Ansteckungszahlen registriert werden.

Positiv sind jedoch die Zahlen hinsichtlich der rückgängigen Todesfälle, die sich innerhalb der letzten 12 Jahre um 30% (1,6 Mio. Todesfälle 2012) verringerten und hinsichtlich der Anzahl der Kinder, die trotz einer mit HIV-infizierten Mutter, gesund zur Welt kamen. Denn bereits 62%, also 35% mehr als im Jahre 2009, der Mütter die HIV-positiv sind, erhielten 2012 eine moderne Aids-Therapie, die bis 2015 90% aller Mütter erhalten sollen.

Insgesamt konnten bis Ende des letzten Jahres 9,7 Millionen Infizierte mit der Therapie behandelt werden. Um das Ziel zu erreichen, bis 2015 50% der Neuansteckungen zu verhindern, sollen 15Mio. entsprechend behandelt werden.