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Herzchirurgie : Demnächst Hilfe durch Bio-Kleber

Zwei amerikanische Ingenieure haben einen Bio-Klebstoff entwickelt, der, wenn alle weiteren Tests erfolgreich verlaufen, in der Herzchirurgie zum Einsatz kommen soll.

Der Klebstoff namens hydrophobic light-activated adhesive, kurz HLAA, wurde von Robert Langer vom Massachusetts Institute of Technology in Cambrige und von Jeffrey Karp entwickelt, der für das Brigham and Women's Hospital in Boston tätig ist.

Zwei amerikanische Ingenieure haben einen Bio-Klebstoff entwickelt, der, wenn alle weiteren Tests erfolgreich verlaufen, in der Herzchirurgie zum Einsatz kommen soll.

Der Klebstoff namens hydrophobic light-activated adhesive, kurz HLAA, wurde von Robert Langer vom Massachusetts Institute of Technology in Cambrige und von Jeffrey Karp entwickelt, der für das Brigham and Women's Hospital in Boston tätig ist.
Ziel war es, einen Kleber zu entwickeln, der im Gegensatz zu derzeitigen Klebstoffen weder toxisch ist, noch einen mangelhaften Halt bietet, sobald die unmittelbare Umgebung feucht ist. Eine weitere Schwierigkeit war die Tatsache, dass ein Gewebekleber, der in der Herzchirurgie angewendet werden soll, dem dauerhaften Herzschlag standhalten muss.
Bei der Entwicklung orientierten sich die Ingenieure an zähflüssigen und wasserabweisenden Sekreten, mit dessen Hilfe es Insekten möglich ist, sich an feuchten Oberflächen festzuhalten.
HLAA weist nicht nur diese Eigenschaft auf, klebt also feuchte Wunden und in feuchten Umgebungen, sondern ist des Weiteren biologisch abbaubar, gut gewebeverträglich und bindet binnen weniger Sekunden mit Hilfe von UV-Licht menschliches Gewebe zuverlässig. Bestätigt wurden diese Merkmale bereits durch Versuche an Schweinen. Die am Herzen angebrachten Patches hielten Feuchtigkeit und dem ständigen Herzschlag aus.

Durch HLAA wäre es möglich, komplexe Eingriffe am Herzen zu vereinfachen und damit auch die Operationszeit zu verkürzen, jenes dem Patienten zugutekommen würde.

Verlaufen die weiteren präklinischen Tests, jene am Universitäts-Herzzentrum Freiburg durchgeführt werden, ebenso erfolgreich wie die bisherigen, ist es geplant, dass der Bio-Gewebekleber innerhalb der nächsten 2 bis 3 Jahre auf den Markt kommt.

Veröffentlicht wurde die detaillierte Studie in der Science Translational Medicine.