fachaerztejobs.de

Neuigkeiten

Gicht : CT soll Lücken bei Diagnose schließen

Ergebnisse einer englischen Studie belegen, dass eine Computertomographie die Anzahl von Fehldiagnosen bei Gicht minimieren kann.

Gicht zählt mit zu den am häufigsten vorkommenden Stoffwechselerkrankungen in den Industrieländern. Die Ursache ist eine Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut, an jenem etwa 20-30% der Männer und 3% der Frauen leiden.

Ergebnisse einer englischen Studie belegen, dass eine Computertomographie die Anzahl von Fehldiagnosen bei Gicht minimieren kann.

Gicht zählt mit zu den am häufigsten vorkommenden Stoffwechselerkrankungen in den Industrieländern. Die Ursache ist eine Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut, an jenem etwa 20-30% der Männer und 3% der Frauen leiden. Jeder 10. erkrankt tatsächlich an Gicht. Somit sind Männer zwischen 40 und 60 Jahren zu 90-95% von der Krankheit betroffen.
Sobald sich der Harnsäureüberschuss in harte Kristalle umwandelt und sich in den Gelenken ablagert, entsteht Gicht, die sich durch Schmerzen in den betroffenen Gelenken, Fehlstellungen, Einschränkungen in der Bewegung und auch Schädigung der Nieren bemerkbar machen kann.
In der Regel existiert die Veranlagung im Alter an Gicht zu erkranken schon vor der Geburt. Begünstigt wird diese durch Faktoren wie mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung und Übergewicht.

Da bei der Gicht-Diagnose, die im allgemeinen unkompliziert ist, sich die Unterscheidung von anderen inflammatorischen Gelenkerkrankungen oder rheumatischer Arthritis jedoch für schwierig herausstellen kann, hat ein Forscherteam um Tim Bongartz, von der Mayo Clinic Rocheyter untersucht, inwieweit ein CT bei der Diagnostik hilfreich wäre.
Hierzu erhielten 3 Kohorten sowohl eine Gelenkpunktion, als auch ein CT. Die erste Kohorte bestand aus 40 Patienten mit aktiver Gicht, die Zweite aus 41 Patienten mit anders inflammatorischen Gelenkerkrankungen und die dritte und somit letzte Kohorte aus 30 weiteren Patienten, die ebenfalls an inflammatorischen Gelenkerkrankungen litten und zusätzlich Risikofaktoren für Gicht besaßen.

Die Ergebnisse der CT-Untersuchung sprechen eindeutig dafür, dass ein CT bei der Gicht-Diagnose womögliche Lücken schließen kann. So wurden bei der zweiten Kohorte 7 Fälle von Gicht festgestellt und bei der dritten Gruppe sogar 14 Fälle, bei denen Uratkristalle in den Gelenken vorhanden waren.

Demnach empfehlen die Forscher auf eine CT-Untersuchung nicht zu verzichten, um Fehldiagnosen auszuschließen, aber äußern auch, dass dies nicht als primäre Diagnosemethode geeignet ist, da dass das CT bei neuen Gichtanfällen nicht sensitiv genug ist.

Veröffentlicht wurde die detaillierte Studie in der Annals of the Rheumatic Diseases.