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Forscher erfinden Reis gegen Rotaviren

Da Rotaviren Schuld an 600.000 Todesfällen von Kindern in Entwicklungsländern jedes Jahr sind, wird stetig nach neuen Impfstoffen geforscht. Nun haben Japanische Wissenschaftler einen Genreis entwickelt, der die Kinder frühzeitig immunisieren soll.

Da Rotaviren Schuld an 600.000 Todesfällen von Kindern in Entwicklungsländern jedes Jahr sind, wird stetig nach neuen Impfstoffen geforscht. Nun haben Japanische Wissenschaftler einen Genreis entwickelt, der die Kinder frühzeitig immunisieren soll.

Nachdem in klinischen Studien die gängigen Impfstoffe kürzlich nur befriedigend bis mangelhaft abgeschnitten haben, ist das Anliegen nach einer neuen Therapie nochmals verstärkt worden.
Der Impfstoff RotaTeq erreichte nämlich nur eine Schutzwirkung von 39 Prozent, Rotarix 61,2 Prozent, womit sie beide unter den Erwartungen liegen. Zudem sind sie für die meisten Entwicklungsländer nicht bezahlbar.
Da Kleinkinder erst ab einem bestimmten Alter geimpft werden können, aber oft schon vorher an der Darminfektion erkranken, haben Mediziner der Universität Tokio nun einen Weg gefunden, Kleinkinder schon früh gegen die Viren, mit Hilfe von Antikörpern, zu immunisieren.
Hierzu wurden zunächst Antikörper im Blut von Lamas gewonnen, die später in das Erbgut einer Reispflanze integriert wurden. Die Forscher wählten Lamas, da deren Immunsystem einzelkettige Antikörper produziert, jene nicht durch die Magensäure zerstört werden.
Um die Antikörper in großen Mengen in den Reiskörnern erzeugen zu können, wurden andere Gene, die für die Produktion von Speicherproteinen zuständig sind, ausgeschaltet.
Kleinkinder haben den Vorteil, dass sie die Antikörper auch in flüssiger Form, also als Reispulver, dass in Flüssigkeit aufgelöst wird, zu sich nehmen können.
An Mäusen konnten die Japaner bereits zeigen, dass sowohl die durch Rotaviren ausgelöste Infektion abgeschwächt werden konnte, als auch, dass die Darmveränderung weniger stark ausgeprägt war.

Bis der Genreis mit Antikörpern zugelassen werden kann, müssen noch weitere klinische Studien erfolgen.
Die detaillierte Studie wurde in dem Journal of Clinical Investigation veröffentlicht.