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Epilepsie – Ursache für Hautreaktion unter Phenytoin

Forscher aus Taiwan entdecken Genmutation, die für schwere Hautreaktionen nach Behandlung mit Phenytoin verantwortlich ist.

Allein in Deutschland leiden 500.000 – 650.000 Menschen an Epilepsie, eine chronische Erkrankung, bei jener abnorme, hochsynchrone und hochfrequente Entladungen von Nervenzellen Störungen im Gehirn verursachen. Epilepsie ist nicht nur einer der weltweit am häufigsten verbreiteten Erkrankung im Kindesalter, sondern auch generell die am weitesten verbreitete neurologische Erkrankung.

Forscher aus Taiwan entdecken Genmutation, die für schwere Hautreaktionen nach Behandlung mit Phenytoin verantwortlich ist.

Allein in Deutschland leiden 500.000 – 650.000 Menschen an Epilepsie, eine chronische Erkrankung, bei jener abnorme, hochsynchrone und hochfrequente Entladungen von Nervenzellen Störungen im Gehirn verursachen. Epilepsie ist nicht nur einer der weltweit am häufigsten verbreiteten Erkrankung im Kindesalter, sondern auch generell die am weitesten verbreitete neurologische Erkrankung.

Phenytoin ist eines der Medikamente, das vor allem in Kliniken bei einem persistierenden epileptischen Anfall zum Einsatz kommt, aber wegen der bekannten Nebenwirkungen im ambulanten Bereich durch Medikamente ersetzt wurde, die weniger Risiken bezüglich der Verträglichkeit aufweisen. Zu den Unverträglichkeiten gehören vor allem schwere Hautinfektionen, wie z.B. das Steven-Johnson-Syndrom, das DRESS-Syndrom und die toxisch epidermale Nekrolyse, die die Patienten in der Regel nicht überleben. Mediziner vermuteten die Ursache bislang in einer immunologischen Reaktion, da eine Verknüpfung zwischen dem genetischen Charakteristikum HLA-B*1502 und dem Steven-Johnson-Syndrom sowohl bei Patienten aus Thailand, als auch bei Han-Chinesen festgestellt werden konnte.
Der Dermatologe Dr. Wen-Hung Chung, vom Chang Gung Memorial Hospital, konnte nun gemeinsam mit dem ihn unterstellten Team, einen Genfehler im Gen für das P450-Enzym CYP2C9 ausfindig machen, jener den Abbau des Antiepileptikers Phenytoin verlangsamt und daher mit einem 12-fach erhöhtem Risiko bezüglich der
erwähnten Unverträglichkeiten verbunden werden konnte. Die Erkenntnis gewannen die Forscher dank einer Genanalyse von 412 gesunden und 60 an einer schweren Hautreaktion erkrankten Patienten. Kontrollen bei weiteren Patienten aus Taiwan, Malaysia und Japan konnten die Ergebnisse bereits bestätigen. Der verzögerte Abbau des Medikamentes ließ im Körper eine erhöhte Konzentration von 42 µg/ml entstehen, bei einer festgelegten Konzentration von 10 bis maximal 20µg/ml.

Vor dem Einsatz von Pheytoin sei daher empfehlenswert, ein Gentest bei dem Patienten durchzuführen.

Die detaillierte Assoziationsstudie GWAS wurde in der amerikanischen Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht.