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EBOLA – Neue Hoffnung durch Medikament aus Japan?

Japanisches Medikament weckt Hoffnung bei der Heilung des tödlichen Ebolavirus.

Laut neuesten Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist die Ebola-Epidemie im Westen Afrikas so verheerend, dass die Zahl der infizierten Personen bis Ende des Ausbruchs auf mehr als 20.000 steigen könnte. Geschätzt wird, dass es noch bis zu 9 Monaten dauern kann.
Bis dato mussten 3062 Infizierungen registriert werden, von denen 1552 Patienten verstarben.

Japanisches Medikament weckt Hoffnung bei der Heilung des tödlichen Ebolavirus.

Laut neuesten Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist die Ebola-Epidemie im Westen Afrikas so verheerend, dass die Zahl der infizierten Personen bis Ende des Ausbruchs auf mehr als 20.000 steigen könnte. Geschätzt wird, dass es noch bis zu 9 Monaten dauern kann.
Bis dato mussten 3062 Infizierungen registriert werden, von denen 1552 Patienten verstarben.

Abhilfe könnte das japanische Virostatikum namens Favipiravir des Herstellers Toyama Chemical leisten, das bereits 2002 entwickelt wurde und auf eine Genehmigung der amerikanischen Arzneimittelbehörde wartet. Mittels einer Tierstudie des Bernhard-Nocht-Instituts konnte bereits an Mäusen bewiesen werden, dass das Medikament erfolgreich ist.
Favipiravir wirkt, indem es das Enzym RNA-Polymerase in den Zellen hemmt und es somit den Viren, wie unter anderem Enteror- oder Noroviren, unmöglich macht, seine Gene in eine Boten-RNA umzuschreiben, damit die Ribosomen diese akzeptieren. Die Viren sind demnach nicht mehr in der Lage sich zu verbreiten. Da auch eines der 7 Gene des Ebolavirus auf diese Enzyme angewiesen ist, wurden rund 20 Genmäuse in einem extra gesichertem Labor mit dem tödlichen Virus infiziert. 10 der Mäuse erhielten keine Behandlung, während die anderen 10 Nager hingegen mit Favipiravir behandelt wurden. Die unbehandelten Mäuse konnten die Infektion ebenso nicht überleben, wie 5 der behandelten Tiere, die allerdings erst ab dem 8. Tag der Infektion mit der Therapie starteten. Die 5 Mäuse, die hingegen zu Beginn der Krankheit, jene sich durch einen virämischen Zustand und Gewichtsverlust bemerkbar machte, behandelt wurden, überlebten die Infektion.

Stephan Günther, leitender Forscher der Studie, gab demnach an, dass das Therapiefenster nur sehr klein sei.

Ob Favipiravir zur Behandlung in der USA zugelassen werden sollte, bleibt abzuwarten.

Veröffentlicht wurde die detaillierte Studie in der Antiviral Research Fachzeitschrift.