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„Lerche“, „Eule“ oder „Normaltyp“ – Die Gene machen den Unterschied

Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Problem. Rund 25% der deutschen Bevölkerung leiden daran, während 11% von denen, die durchschlafen können, den Schlaf für nicht erholsam empfinden.

Forscher der University of Leicester vermuten, dass die Uhrzeit wann wir ins Bett gehen von einer Reihe unserer Gene, von denen viele einen geringen Einfluss auf unseren zirkadianen Rhythmus (Schlaf-Wach-Rhythmus) haben, bestimmt wird.

Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Problem. Rund 25% der deutschen Bevölkerung leiden daran, während 11% von denen, die durchschlafen können, den Schlaf für nicht erholsam empfinden.

Forscher der University of Leicester vermuten, dass die Uhrzeit wann wir ins Bett gehen von einer Reihe unserer Gene, von denen viele einen geringen Einfluss auf unseren zirkadianen Rhythmus (Schlaf-Wach-Rhythmus) haben, bestimmt wird.

Da Schlafstörungen einen beachtlichen Einfluss auf den Körper haben, kann es nicht nur zur Beeinträchtigung der nächtlichen Regeneration des Körpers kommen, sondern führt außerdem zu einer verminderten Lebensqualität sowie somatischen und psychischen Erkrankungen. Des Weiteren besteht ein erhöhtes Risiko an metabolische Krankheiten, Demenz und Depressionen zu erkranken.

Experten unterscheiden im Allgemeinen zwischen drei Schlaftypen.
Die „Lerche“ geht früh schlafen und steht früh auf. Die „Eule“ ist eher abends aktiv und geht dementsprechend auch spät schlafen, kommt dafür morgens aber auch nur schwer aus dem Bett. Der dritte Typ bildet genau die Mitte der beiden Extreme und ist daher der „Normaltyp“.

Oft kollidiert das natürliche Schlafverhalten mit den Anforderungen des modernen Arbeitsalltags. Unser Wohlbefinden setzt sich aus unserer Umwelt und unserem individuellen zirkadianen Rhythmus zusammen.

Forscher untersuchten das Aktivitätsmuster der Drosphila melanogaster (Fruchtfliege) und stellten fest, dass das Schlaf- und Aktivitätsverhalten der Fliegen ähnlich ist, wie das der „Lerchen“ und „Eulen“. Sie wurden genetisch charakterisiert und mit dem Chronotypen ihrer Art verglichen. Fruchtfliegen besitzen 77 Gene, die einen starken Einfluss auf ihren Schlaf-Wach-Rhythmus haben. Sie weisen Unterschiede in ihrer genetischen Beschaffenheit auf. Somit ist auch jeweils das Aktivitäts- und das Schlafmuster unterschiedlich.

Die genetischen Systeme von Mensch und Fruchtfliege weisen so starke Parallelen auf, dass Forscher hoffen damit einen Ansatzpunkt für weitere Analysen und Forschungen geschaffen zu haben.

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