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Down-Syndrom-Test ethisch umstritten

In Deutschland leben etwa 30.000 bis 50.000 Menschen mit Trisomie 21. Die Trisomie 21 ist die bei Neugeborenen häufigste Chromosomenaberration.

In Deutschland haben Frauen die Möglichkeit, durch einen Bluttest während der Schwangerschaft feststellen zu lassen, ob das Baby am Down-Syndrom leidet, oder nicht. Dieser Test ist seit ca. 3 Jahren durchführbar.

In Deutschland leben etwa 30.000 bis 50.000 Menschen mit Trisomie 21. Die Trisomie 21 ist die bei Neugeborenen häufigste Chromosomenaberration.

In Deutschland haben Frauen die Möglichkeit, durch einen Bluttest während der Schwangerschaft feststellen zu lassen, ob das Baby am Down-Syndrom leidet, oder nicht. Dieser Test ist seit ca. 3 Jahren durchführbar.

Zuvor gab es eine sogenannte Fruchtwasseruntersuchung, welche jedoch mit Risiken behaftet war. Seit es den Bluttest auf Trisomie 21 gibt, für den sich immer mehr Frauen entscheiden, kommen von Beginn an ethische Diskussionen zutage. Denn wenn der Test positiv ausfällt, besteht die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs.

In vielen Berichten über den Test steht die Frage der Ethik im Vordergrund, so geraten die eigentlich wichtigen Fakten vollkommen in den Hintergrund. Ärzte kritisieren diese Denkweise, denn für die schwangere Frau ist es von enormer Bedeutung die Fakten und das Wissen zu haben, um die für sich richtige Entscheidung treffen zu können. Dabei ist, nicht wie oft behauptet wird, die medizinische Sachlage gar nicht so einfach.

Der Bluttest auf das Down-Syndrom stelle eine nahezu perfekte Diagnose, so die allgemeine Annahme. Oft ist von 100 Prozent die Rede, was jedoch nur in gewisser Weise stimmt. Denn es gibt die “Sensivität“ und die “Spezifität“, die man braucht um den Aussagewert dieses Tests zu verstehen.

Wenn die Schwangere nun die Diagnose bekommt, dass das Ergebnis negativ ist, ihr Kind also wirklich zu 100 Prozent nicht an Trisomie 21 leidet, so ist die Rede von der Spezifität. Anders, als bei der Sensivität. Sie gibt an wie viele positive Ergebnisse richtig sind und hier entsteht die besagte Lücke. Bei einer Anzahl von 30 Tests kann es vorkommen, dass 20 Ergebnisse richtig sind. Obwohl sie diese Erbkrankheit gar nicht haben, erhalten 10 von diesen 30, aus der Gruppe der Positiven, die Diagnose Down-Syndrom.

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