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Diabetes-Typ-2 verlangt nach gutem Selbstmanagement

Eine bevölkerungsbasierte Studie des Helmholtz Zentrums Münchens zeigt auf, wie wichtig eine disziplinierte Lebensweise bei einer Diabeteserkankung ist, um das Mortalitätsrisiko möglichst niedrig zu halten.

Eine bevölkerungsbasierte Studie des Helmholtz Zentrums Münchens zeigt auf, wie wichtig eine disziplinierte Lebensweise bei einer Diabeteserkankung ist, um das Mortalitätsrisiko möglichst niedrig zu halten.

1997/98 wurden zwecks der KORA-A Studie 340 Diabetiker nach ihrem Umgang mit der Krankheit befragt und ob sie sich entsprechend an die Regeln halten. Dies beinhaltete also die Fragen nach einer professionellen Fußpflege, das nicht außer Acht lassen des Blutzuckers, einem Diätplan/Gewichtsmanagement und einem Diabetestagebuch.
Durchgeführt wurde die Befragung und die anschließende Auswertung durch den Public-Health-Forscher Michael Laxy und dessen Team von dem Helmholtz Zentrum München.

Die Resultate des sogenannten Selbstmanagement-Index wurden in Verbindung mit der Sterblichkeit der Teilnehmer gebracht, wodurch sich ergab, dass Diabetes-Patienten die sich diszipliniert an die Regeln hielten, ihr Sterblichkeitsrisiko um bis zu 39% senken konnten.
Entsprechend waren 12 Jahre nach Studienbeginn überproportional viele undisziplinierte Diabetiker unter den 189 Verstorbenen.
Besonders weniger Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen konnten dank strengem Selbstmanagement registriert werden (HR 0,65; 0,41-1,03).

Die münchner Mediziner raten daher sich an die Empfehlungen der Ärzte zu halten, da Faktoren wie Begleiterkrankungen, Alter, Geschlecht oder auch medikamentöse Therapien keinen Einfluss auf die Sterblichkeit nahmen.

Publiziert wurde die detaillierte Studie in der Fachzeitschrift Diabetes Care.