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Diabetes mellitus Typ 2 – Blutzuckersenkung durch bariatrische OP

Bariatrische Operationen bei Diabetikern des Typs 2 können den Blutzuckerspiegel langfristig verbessern.

Laut der International Diabetes Federation (IDF) lebten 2010 weltweit 285 Millionen Menschen mit Diabetes, also 6,6% der Weltbevölkerung. Experten vermuten, dass sich die Zahl der Diabetes-Patienten in den nächsten 11 Jahren auf rund 380 Millionen Diabetikern weltweit erhöhen wird. In Deutschland sind rund 6 Millionen an der Stoffwechselerkrankungen erkrankt, wodurch diese zu den größten Volkskrankheiten bundesweit gehört.

Bariatrische Operationen bei Diabetikern des Typs 2 können den Blutzuckerspiegel langfristig verbessern.

Laut der International Diabetes Federation (IDF) lebten 2010 weltweit 285 Millionen Menschen mit Diabetes, also 6,6% der Weltbevölkerung. Experten vermuten, dass sich die Zahl der Diabetes-Patienten in den nächsten 11 Jahren auf rund 380 Millionen Diabetikern weltweit erhöhen wird. In Deutschland sind rund 6 Millionen an der Stoffwechselerkrankungen erkrankt, wodurch diese zu den größten Volkskrankheiten bundesweit gehört.

Philip Schauer und seine Mitarbeiter von der Cleveland Clinic in Ohio führten die bislang größte Vergleichsstudie bezüglich bariatrischer Operationen bei Typ 2 Diabetikern durch. Die STAMPEDE-Studie (Surgical Therapy And Medications Potentially Eradicate Diabetes Efficiently), die 2011 startete, umfasst derzeit 150 Teilnehmer. 137 von diesen konnten auch 3 Jahre später wieder untersucht werden.
Die zu Beginn 150 Teilnehmer, deren Body-Mass-Index zwischen 27 und 43 lag und die einen
HbA1c-Wert von bis zu 9,3 hatten, wurden per Zufallsprinzip in drei Kohorten eingeteilt. Während die erste Kohorte ausschließlich eine intensive medikamentöse Therapie erhielt, bekam die zweite Gruppe einen Roux-en-Y-Magenbypass eingesetzt und die dritte Gruppe erhielt eine Sleeve-Gastrektomie, bei jener dem Patienten ein Stück seines Magens entnommen wird, aber im Gegensatz zur Magenbypass die Resorptionsstrecke erhalten bleibt. Jene Verkürzung durch den Roux-en-Y-Magenbypass ist jedoch umkehrbar.
Zwischenergebnisse vor 2 Jahren konnten bereits zeigen, wie effektiv die bariatrischen Operationen sind. So konnte der HbA1c-Wert bei 21 der 50 Personen mit einem Magenbypass und bei 18 von 49 Personen, die sich einer Magenverkleinerung unterzogen, auf unter 6,0% gesenkt werden. Des Weiteren konnten 38, bzw. 25 Patienten der ersten beiden Kohorten auf zusätzliche Diabetes Medikamente verzichten. Bei den Patienten mit einem Magenbypass normalisierten sich außerdem die Beta-Zell-Funktionen.
Nach einem weiteren Jahr zwischen den Untersuchungen, haben 18 Patienten von 38 Bypass-Patienten, die untersucht werden konnten, einen HbA1c-Wert von unter 6,0% oder 6,0%. Bis auf einer der 18 kommen alle Diabetiker ohne Medikamente aus. Auch 10 von den 12 Patienten der Sleeve-Gastrektomie, deren Wert durchschnittlich bei 7,0% liegt, leben ohne Anti-Diabetiker.
Bei der ersten Gruppe jedoch, die ausschließlich eine intensive Medikamenten-Therapie erhielt, verschlechterten sich die HbA1c-Werte bis auf 9,3%. Es konnten entsprechend nur 2 von den 40 Patienten ihren Langzeitblutzucker normalisieren.

Die Patienten mit den operativen Eingriffen gaben auch in Fragebögen an, dass sich ihre Lebensqualität verbessert habe und sich auch ihr Körpergewicht, sowie ihr Cholesterin- und Triglyzeridwert positiv entwickelt habe.

Philip Schauer, der seine Studienergebnisse auf der Jahrestagung des American College of Cardiology vorstellte, empfehlt daher sowohl den Roux-en-Y-Magenbypass, als auch eine Sleeve-Gastrektomie. Keiner der Patienten, die immer noch regelmäßig untersucht werden, litt unter Spätkomplikationen.

Die detaillierte Studie wurde zusätzlich im New England Journal of Medicine veröffentlicht.