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Blasenkrebs : Neue Erkenntnisse

Amerikanische und spanische Wissenschaftler haben bei neuen Untersuchungen ein Gen entdeckt, das die Aggressivität des Blasentumors bestimmt.

29.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Blasenkrebs, rund 21.000 von ihnen sind Männer. Somit ist Blasenkrebs die 4. häufigste Krebsart bei Männern, die im Durchschnitt bei Erhalt der Diagnsose, 65 Jahre alt sind. Zu den Symptomen zählen neben einem braun verfärbten, oder blutigen Urin, Schmerzen beim Wasserlassen und ein verstärkter Harndrang.

Amerikanische und spanische Wissenschaftler haben bei neuen Untersuchungen ein Gen entdeckt, das die Aggressivität des Blasentumors bestimmt.

29.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Blasenkrebs, rund 21.000 von ihnen sind Männer. Somit ist Blasenkrebs die 4. häufigste Krebsart bei Männern, die im Durchschnitt bei Erhalt der Diagnsose, 65 Jahre alt sind. Zu den Symptomen zählen neben einem braun verfärbten, oder blutigen Urin, Schmerzen beim Wasserlassen und ein verstärkter Harndrang.
Neben dem Rauchen, dem wichtigsten Risikofaktor, auf jenen 30-70% aller Fälle zurückzuführen sind, gehören Amine zu den Verursachern, jene chemische Stoffe, die unter anderem in der pharmazeutischen Industrie und in Farben zu finden sind. Allerdings sind auch Menschen, die an einer chronischen Blasenentzündung leiden häufiger von Blasenkrebs betroffen, der in der Regel oberflächlich ist und somit mittels einer Blasenspiegelung abgetragen werden kann. Hierzu ist es allerdings von Nöten, dass das Karzinom frühzeitig entdeckt wird. Bei aggressiven Typen, die die Muskelschicht der Harnblase befallen, ist die operative Entfernung der Blase die einzige Option auf Heilung.

Um unteren das Verhalten eines Harnblasenkarzinoms hervorsagen zu können, jenes derzeit nicht möglich ist, weshalb sich Patienten regelmäßig einer Blasenspiegelung unterziehen müssen, haben sowohl amerikanische, als auch spanische Wissenschaftler sich mit der Problematik des Blasenkrebs beschäftigt und bei ihren Untersuchungen das Gen STAG2 entdeckt, jenes Einfluss auf die Aggressivität des Tumors zu nehmen scheint.

Das Forscherteam des Georgetown University Medical Center in Washington/D.C., jenes von Dr. Todd Waldman geleitet wurde, hat nach der Entdeckung des Gens STAG2 und der Erkenntnis, dass dieses bei einer Mutation den Tumor bezüglich seines Wiederkehrens positiv beeinflusst, einen Test entwickelt, jener auf eine Inaktivität des Gens hinweisen kann. Bei Untersuchungen von nicht-invasiven Blasentumoren fiel der Test bei 36% positiv aus im Gegensatz zu 16% bei invasiven Blasenkarzinomen. Entsprechend könnte der Test zukünftig die Prognose erleichtern und regelmäßige Zystoskopien verhindern.

In Madrid beschäftigte sich das Team von Francisco Real des Spanischen Krebsforschungsinstituts Centro Nacional de Investigaciones Oncológicas (CNIO) mit dem gesamten Genom von rund 17 Blasenkrebstumoren, woraufhin die Mediziner auf STAG2 stießen, jenes auch bei bei rund 40% von weiteren 60 wenigr aggressiven Karzinomen mutiert war.

Fest steht zwar, dass STAG2 verantwortlich für Kodierung des Cohesin Proteins ist, jenes bei der Mitose mitwirkt, aber es ist bislang nicht geklärt, wie das Gen Einfluss auf die Aggressivität nimmt, weshalb weitere Studien bezüglich der Wirkungsweise des Gens durchgeführt werden müssen.

Veröffentlicht wurden die detaillierten Studien in der „Nature Genetics“.