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Asthma, neue Erkenntnisse ermöglichen neue Behandlungsmethoden

Die meistverbreitete chronische Krankheit unter Kindern und Jugendlichen ist Asthma, das unterschieden wird in allergisches und nicht allergisches Asthma. In Deutschland ist fast jedes 10. Kind an Asthma bronchiale erkrankt. Die Ursache des Asthma-Anfalls entscheidet, um welche Art, also allergisch oder nicht, es sich handelt.
Handelt es sich um allergisches Asthma, attackiert das Immunsystem für den Körper eigentlich ungefährliche Substanzen. Die gängigsten Substanzen/Auslöser sind neben Hausstaubmilben auch Pollen, Tierhaare und Schimmelpilze.

Obwohl Asthma bereits gut zu behandeln ist, haben die Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg nun eine neue Entdeckung gemacht, die die Therapie nochmals verbessern könnte.
So wurde der Zusammenhang von dem Botenstoff Interleukin-6 und dem Eiweiß T-bet bei Kindern, die an allergischen Asthma leiden und zwischen 4 und 6 Jahren alt sind, festgestellt. Wird nämlich weniger T-bet Eiweiß produziert, wird als Folge entsprechend mehr IL-6 ausgeschüttet. Dies ist allerdings nicht förderlich, da IL-6 die Entstehung bestimmter Abwehrzellen fördert, die die Krankheit verschlimmern. T-bet, eine Art molekularer Schalter, ist im Gegensatz für die Entstehung von Abwehrzellen zuständig, die anti-entzündlich sind und daher lindernd auf das Asthma wirken.
Durch zwei verschiedene Therapiemethoden, versuchten die Forscher den Zusammenhang positiv zu beeinflussen.
Bei der ersten Variante verabreichten die Wissenschaftler Antikörper, die die Signalübertragung des IL-6 verhinderten. Diese Blockierung des Signals hatte zur Folge, dass die Entzündung der Bronchien zurückging. Außerdem konnten nach der Therapie weniger Th2 und Th17 Abwehrzellen festgestellt werden. Beide Abwehrzellen-Untergruppen gehören zu den Hauptverursachern von allergischem Asthma.
Bei der zweiten Variante wurde eine Immuntherapie eingesetzt, bei jener steigende Mengen der allergieauslösenden Allergene verabreicht wurden, woraufhin weniger krankheitsfördernde IL-6 und IL-17 Botenstoffe produziert wurden. Letzterer Botenstoff zählt ebenso zu den Hauptverursachern.

Somit verliefen beide Therapieansätze erfolgreich und können Vorbild für neue Behandlungen sein.