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Rivaroxaban-Behandlung: Mögliches Risiko sind Glaskörperblutungen

Im Auge des Menschen befindet sich der Glaskörper, dieser liegt zwischen der Retina und der Linse, jener besteht aus einer lichtdurchlässigen und gallenartigen Struktur. Durch bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Rivaroxaban, Warfarin oder Phenprocoumon, können Glaskörperblutungen entstehen.

Dennoch ist ein Absetzen, laut einer Fallserie im JAMA Ophthalmology, von Rivaroxaban nicht unbedingt notwendig. Dieses Medikament zählt als direkter Faktor Xa-Inhibitor, zu den neuen oralen Antikoalgulanzien und kann in einer fixen Dosis eingenommen werden, somit sind häufige Laborkontrollen nicht erforderlich, im Gegensatz zu Warfarin und Phenprocoumon. Immer öfter wurde bekannt, dass Ärzte sowie Patienten von Warfarin oder Phenprocoumon auf Rivaroxaban umsteigen, somit erfreut sich dieses Medikament an steigender Attraktivität. Da dieser Übergang technisch nicht einfach ist, sind Glaskörperblutungen ein mögliches Risiko.

Ein auf die Behandlung von Erkrankungen der Netzhaut spezialisiertes Ärzteteam, wurde mit drei Patienten konfrontiert, diese erlitten unter Therapie mit Rivaroxaban Glaskörperblutungen, infolgedessen lautete die Indikation bei allen Patienten Vorhofflimmern. Zwei der Betroffenen befanden sich derzeit in einer Übergangsphase von einer Wafarin-Behandlung auf eine Rivaroxaban-Behandlung, der dritte Patient bekam Rivaroxaban und erhielt als zweites antikoagulatives Medikament Chopidogrel. Jeder der Betroffenen beendete die Behandlung mit Warfarin und Phenprocoumon und stimmte einer fortsetzenden Behandlung mit Rivaroxaban zu. Bei allen drei Patienten erholte sich die Sehstärke und es kam zu einer spontanen Rückbildung der Glaskörperblutung.

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